Erde zu Erde. Asche zu Asche. Staub zum Staube.
Wenn wir diese Worte am Grab sprechen, erinnern sie uns daran, woher wir kommen; was wir sind und werden; an die Gegenwart des dreieinigen Gottes mitten darin; vor allem aber eben daran, dass „alles seine Zeit hat“, wie es im Buch Kohelet heißt.
Es sind Worte, die uns einfügen in die Geschichte Gottes mit uns; in das Schicksal Jesu, mit dem wir verbunden sind in Leben, Sterben, Auferstehen. So, wie uns das Kirchenjahr immer neu in diese Geschichte einfügt (wie das seinen Ausdruck darin findet, dass die Asche für den Aschermittwoch aus den Palmzweigen des Vorjahres gewonnen wird). Wir werden so eingefügt in die Erwartung, dass ER alles neu macht, wie es uns die Jahreslosung 2026 zuruft.
In dieser Spannung steht die Zeit, in die wir gehen: die Passions- bzw. Fastenzeit. In dieser Spannung steht unser Leben immer wieder. In dieser Spannung steht auch dieser Gemeindebote, der geplant der letzte „eigene“ der Kirchengemeinde Eibach sein wird. Ab der kommenden Ausgabe planen wir mit einer gemeinsamen für die ganze Pfarrei Röthenbach – Eibach – Reichelsdorf.
Dass wir solche Dinge, die liebgewonnen sein können – wie unseren Gemeindeboten – loslassen, gehört dabei in einen Lernweg, der am Ende ganz existenziell ist: lernen, auch das eigene Leben loszulassen, weil wir es nicht endgültig in der Hand haben.
In der Erwartung, dass da Neues kommt.
Loslassen, damit wir uns ausrichten. Auf den, der bleibt in all dem, was sich verändert. Der das Leben ist. Der das Leben schenkt. Die Zeit und die Ewigkeit. Es ist Jesus Christus, der unserer Asche mit seinem Kreuz sein Siegel einprägt. Sein Kreuz, das aufgerichtet ist als Zeichen des Lebens, das dem Enden ein Ende setzt.
Dass Sie sich in dieser Fastenzeit neu ausrichten können, im Erfahren, dass alles seine Zeit hat, auch den erfahren, der alle Zeit in seiner Hand hält, das wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Benjamin Schimmel
