Weihnachten wird anders. Weihnachten wird alles anders. In diesem Jahr wird Weihnachten anders – wie genau „anders“ wird sich noch zeigen. Natürlich planen wir aber für dieses „anders“ – wie, das können Sie auch in diesem Gemeindeboten entdecken.

Vor mehr als 2000 Jahren wurde mit Weihnachten alles anders. Ist ein neuer Anfang geworden. Hat Gott mit uns neu angefangen im Stall von Bethlehem.  „Im Anfang war das Wort“ – das ist nicht nur eine jüdisch-christliche Kampagne (siehe S. 24). Es ist die Überschrift für Advent und Weihnachten: wenn wir darauf zugehen und feiern, dass dieses Wort „Fleisch“ geworden ist, wie es beim Evangelisten Johannes heißt. Denn das Wort, von dem da die Rede ist, ist mehr und auch anderes als eine mehr oder weniger lange Lautfolge. Auf den ersten Seiten der Bibel ist es die Wirkmacht Gottes. Und für uns als Christen ist es ganz konkret Jesus Christus als Person. Das Wort hat einen Namen. In Jesus Christus als dem einen Wort Gottes, macht Gott einen neuen Anfang mit uns.

Unser Kirchenjahr erinnert daran: es beginnt mit dem Advent als dem bewussten Zugehen auf Weihnachten und mit diesem Fest der Geburt, des „Anfangs“, den Gott mit uns macht. „Im Anfang war das Wort“ – wir werden damit auch erinnert, dass da einer ist, spricht, wirkt, bevor alles andere seinen Lauf nimmt, wir gefragt sind, ins Handeln kommen.

Im Anfang war das Wort“. Das ist darum vor allem ein Hoffnungswort. Ein Wort, das frei macht davon, bei sich selbst anzufangen, bei den eigenen und (in dieser Pandemiezeit manchmal besonders) eingeschränkten Möglichkeiten. Den Anfang macht Gott als der ganz andere.

Weihnachten ist darum ein Hoffnungs- und Möglichkeitsfest. Ein Fest, in dessen Umkreis wir die Möglichkeiten ausloten, die Gott dieser Welt und uns schenkt. Es sind Möglichkeiten, die sich nicht begrenzen lassen. Durch nichts.

Dass Sie das in allem „Anders“ dieser Zeit in den Wochen rund um Weihnachten entdecken, wünsche ich Ihnen von Herzen

Ihr Pfarrer Benjamin Schimmel

Gemeindebote Johanneskirche Eibach 2020-12