Was wird das für ein Sommer werden?

Sommer – das ist für viele: Reisen; Kommen und Gehen; Sehnsucht, nach der Ferne und der Heimat (nur nebenbei: mir ist der Bulli vom Titelbild ein solches Sehnsuchtsbild für beides schlechthin). Sommer – das ist: Veränderung; kurz oder länger. Etwas zu Ende bringen; Auszeit; Neuanfang.

Sommer – das ist den Spuren Gottes in unserem Leben und unserer Welt nachgehen. Im Genießen des Lebens, der Natur; mit der Zeit, inne zu halten, um bewusst und dankbar weitergehen zu können. Paul Gerhardt hat auch diese Erfahrungen in seinem Sommer-Klassiker zusammenfließen lassen: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit“. Ein Lied, das davon singt, auf dieser Suche immer wieder die Segensspuren Gottes aufzulesen.

In solche Erfahrung und Erwartung stellt sich auch der Bibelvers, der über dem August steht: Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge. (Apostelgeschichte 26,22) Den Segen Gottes auflesen, seine Gegenwart und Hilfe erfahren, dafür Augen und Ohren haben und dann davon erzählen und zehren können – „sein Zeuge“ sein.

Das kann der Sommer werden.

Wir erwarten das in diesem Sommer mit all denen, die kommen und gehen, in die (nahe) Ferne ziehen, Heimat finden wollen, dem Leben nachdenken und Pläne machen fürs Kommende. Mit all denen, die Dinge zu Ende bringen (müssen), sich Auszeiten nehmen, Neues beginnen.

Wie etwa die beiden, die sich hierher bzw. woandershin „verändern“: Pfarrerin Andrea Schäfer, die in den letzten Jahren hier in unserer Pfarrei das Gesicht der Altenheimseelsorge war, zieht weiter (S.6); Pfarrer Emmanuel Ndoma zieht hierher (S.4/5); beiden wünschen wir, dass Sie im „Ausgehen in der Sommerzeit“ all das gut können: Vergangenes gelassen in Gottes Hände legen; Heimat finden; getragen Neues angehen. Und in all dem der Gegenwart Gottes auf der Spur sein; diese Gegenwart Gottes entdecken.

Seit den „Wandererzählungen“ des Alten Testaments ist eben das ja auch eine ganz grundlegende Verheißung für alles Unterwegssein.

Dass auch Sie sich in solchen Erfahrungen wiederfinden unter dem Segen Gottes durch diesen Sommer hindurch und so „der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrüchte ziehe“. wie Paul Gerhardt schreibt, das wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Benjamin Schimmel

Gemeindebote Eibach 2025 08